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Earl Strickland sichert sich den Titel

 10.01.2018
(DBU-Presse / Billardmagazin Touch)

Man mag von Earl Strickland halten was man möchte, aber er ist immer für eine gute Show zu haben. Für viele überraschend, zeigte sich der US-Amerikaner beim German Pool Masters von seiner besten sportlichen Seite und gewann das mit 316 Teilnehmern voll besetzte Mega-Turnier durch einen Finalerfolg über den Niederländer Ivo Aarts.

 

Dabei beschränkte sich Bad Boy Strickland tatsächlich auf das Sportliche und ließ weitere Eskapaden der Vergangenheit angehören. Natürlich war er hier und da immer mal für einen Spruch zu haben und kritisierte auch mal das Publikum, weil es seiner Meinung nach nicht ruhig genug gewesen sei. Aber es hielt sich alles im Rahmen und Earl konzentrierte sich tatsächlich auf das, was er am besten kann – nämlich überragendes Pool-Billard spielen.

 

Noch beim Battle of Legends hatte er gegen Francisco Bustamante und Thorsten Hohmann vergleichsweise hoch den Kürzeren gezogen und zeigte sich etwas unzufrieden ob seines mangelhaften Spiels, doch rechtzeitig zum Beginn der Finalrunde hatte sich der 56-jährige mit den Bedingungen angefreundet.

 

Nach einem vergleichsweise leichten Aufgalopp mit Siegen über Steffen Gross, Shervin Rahimi und Dorin Iusan wartete im Viertelfinale mit Mario He die erste richtige Herausforderung auf Strickland. Mit 7:6 zog er denkbar knapp den Kopf aus der Schlinge und qualifizierte sich für das Halbfinale gegen He’s Landsmann Maximilian Lechner. Der Innsbrucker in Diensten des BV Straubing konnte aber nicht allzu viel Gegenwehr leisten und musste sich nach völlig verpatztem Auftakt mit 3:7 geschlagen geben.

 

Im Endspiel sahen dann die weiterhin zahlreichen Zuschauer in der Arena und im Livestream das Aufeinandertreffen von Strickland und dem Niederländer Ivo Aarts, der zuvor den auf Abschiedstour befindlichen Philippinen Efren Reyes aus dem Wettbewerb befördert hatte. Lange waren beide Kontrahenten in diesem Finale auf höchstem Niveau gleichauf, ehe Earl Strickland schließlich den längeren Atem hatte und sich mit 8:6 durchsetzen konnte. 

 

Für die deutschen Teilnehmer galt auch in diesem Jahr, den Spielern aus anderen Ländern zum Sieg zu gratulieren. Obwohl das Gastgeberland unter anderem Ralf Souquet und Thorsten Hohmann ins Rennen schickte, platzierten sich am Ende Tobias Hoiß und Marcel Kosta als beste Deutsche auf dem fünften Rang. 

 

Viele der Mitfavoriten mussten sich hingegen frühzeitig das Geschehen von der Tribüne aus anschauen. Hohmann erwischte es bereits zum Auftakt gegen Patrick Bund, Souquet ereilte das Aus eine Runde später gegen Marcel Kosta. Auch Francisco Bustamante musste sich recht früh gegen Mario He verabschieden, Ralph Eckert quittierte eine Niederlage gegen Roman Hybler und auch der GT-Ranglistenerste aus Fürstenfeldbruck verabschiedete sich bereits im Achtelfinale. Last not least erreichte auch Vorjahressieger Dimitri Jungo aus der Schweiz nur die zweite Runde. Seine 6:7-Niederlage nach 6:1-Führung gegen Juri Pisklov war aber mehr als vermeidbar.

 

Bei den Damen sah man derweil das erhoffte Traumfinale. Sowohl die Ranglistenerste Tina Vogelmann, als auch Ina Kaplan spielten sich durch das Einfach-K.O. der Top 16 und trafen dann im Endspiel aufeinander. Eine Favoritin auszumachen, war schwer und so gestaltete sich das Match weitestgehend ausgeglichen. Nach 2:0-Führung für Kaplan erarbeitete sich Vogelmann einen Vorsprung, den sie bis zum Ende nicht mehr abgab. Der Knackpunkt war wohl eine verschossene Zehn Kaplans beim Stand von 3:4 aus ihrer Sicht. Statt 4:4 stand es also 3:5 zu Gunsten der Stuttgarterin Vogelmann, die danach mit souveränem Spiel ihren Heimsieg in Sindelfingen perfekt machte.

 

Last not least verteidigte der Ludwigshafener Manuel Radu seinen im Vorjahr errungenen Titel bei den Sportlern mit Handicap. Der Oberligaspieler aus Rheinland-Pfalz zeigte sich auch in diesem Jahr gegenüber der Konkurrenz überlegen und feierte in der Finalrunde ausnahmslos deutliche Siege. Gegen Hans-Peter Benzinger fand Radu zwar erst nach einem 2:2-Zwischenstand ins Spiel, erreichte wenig später aber mit einem 5:2-Triumph das Halbfinale. In diesem wusste Radu gegen Norman Hopson zu überzeugen, ehe er gegen Stefan Barth sein Meisterstück ablieferte. Beim 5:0 leistete sich der Champion keinen wirklich gravierenden Fehler und wiederholte seinen Sieg vor Jahresfrist eindrucksvoll.

 

Das German Pool Masters wird insgesamt Spuren hinterlassen. Mit dem Battle of Legends hat man einen Side-Event organisiert, wie ihn Deutschland, Europa und die Welt vermutlich noch nie gesehen hat. Die Zuschauerränge waren bis zum letzten Platz gefüllt und im Livestream wurden neue Rekordwerte erzielt. Diese Investition hat sich aus Sicht der Organisatoren gelohnt und das German Pool Masters sowie die German Tour zumindest für ein paar Tage in den Mittelpunkt der Billard-Szene manövriert.

 

Ein großer Dank der Organisatoren geht an die vielen Sponsoren und Kooperationspartner, die die German Pool Masters überhaupt erst möglich machen. Ohne deren Engagement wären viele Dinge überhaupt nicht denkbar, geschweige denn durchführbar. Viele, vielen Dank auch an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich mit dem German Pool Masters voll identifizieren und mit Leib und Seele mitspielen. Und zu guter Letzt ein Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der German Tour-Turniere, die mittlerweile in fast vierstelliger Zahl deutschlandweit durchgeführt werden. Die Entwicklung der Tour war so nie vorhersehbar und sollte uns alle, vom Teilnehmer über den Ausrichter bis hin zur German Tour-Organisation mit Stolz erfüllen.

 

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die vielen Spielerinnen und Spieler, die uns beim Masters in vielen persönlichen Gesprächen tolle Verbesserungsvorschläge gemacht haben, um die German Tour und das Masters weiter zu optimieren. Dies wird in naher Zukunft umgesetzt.

 

Touch-German Tour

www.germantour.net

 

 



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